Radschnellwege

 

Die Region München wächst und mit ihr das tägliche Verkehrsaufkommen. Neben dem Ausbau klassischer Verkehrswege setzt der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) daher auf Radschnellwege. Sie sollen den Alltagsverkehr erleichtern und Reisezeiten verkürzen, etwa den Weg zur Arbeit oder Schule. Durch direkte Streckenführung und hohen Fahrkomfort bieten sie eine attraktive Möglichkeit, auch längere Distanzen schnell zu bewältigen, vor allem wenn man mit dem E-Bike unterwegs ist. Radschnellverbindungen verändern die Mobilität in Stadtregionen. Denn je besser die Infrastruktur, desto mehr Menschen nutzen das Rad!

Was ist ein Radschnellweg?

Radschnellwege sind Strecken für Radfahrer, die eine komfortable Breite aufweisen müssen, um ein leichtes Überholen zu gewährleisten: mindestens drei Meter in eine Richtung bzw. vier Meter in beide Richtungen. Hinzu kommen getrennte Wege für Fußgänger. Auf Radschnellwegen sollen Fahrgeschwindigkeiten von mindestens 30 Stundenkilometern möglich sein und Zeitverluste an Ampeln oder Kreuzungen gering ausfallen – durch Über- und Unterführungen sowie Vorfahrtsrechte.

PV untersucht Radschnellwege in der Region München

Mit ihren ausgeprägten Pendlerbeziehungen zwischen der Landeshauptstadt und dem engeren Umland ist die Region München ideal für Radschnellverbindungen. Sie entlasten Straßen und öffentliche Verkehrsmittel (Bus, U- und S-Bahn). Und sie tragen zur Zukunftsfähigkeit der Region bei.

Eine im Mai 2015 veröffentlichte Potenzialanalyse des PV zeigt, wo solche Strecken sinnvollerweise verlaufen könnten. Das Ergebnis: 14 Korridore, jeder zwischen 11 und 25 km lang, radial auf die Stadt ausgerichtet. Die Pilotstrecke verläuft im Landkreis München zwischen der Münchener Stadtgrenze und dem Hochschulcampus in Garching sowie Unterschleißheim und wurde bereits auf ihre Machbarkeit hin untersucht. Wie die Pilotstrecke aus dem Landkreis München im Norden in die Innenstadt hineinzuführen ist, untersucht aktuell der PV in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen im Auftrag der Landeshauptstadt München.

Tangentiale Radverbindungen

Da Verkehr nicht nur radial auf das Zentrum von München gerichtet ist, sind tangentiale Radschnellwege zwischen den einzelnen Ästen sinnvoll: aufgrund der Bevölkerungs- und Arbeitsplatzdichte vor allem innerhalb der Landeshauptstadt München und im näheren Umland. Die Stadt plant hierzu eine umfassende Potenzialanalyse sowie vertiefte Machbarkeitsuntersuchungen. Und für den Landkreis München erstellt der PV in Zusammenarbeit mit dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen gerade ein Konzept für schnelle Radtangenten.

PV informiert zu Radschnellwegen

Wichtig ist es, die Radschnellwege in ein regionales Gesamtkonzept für den Radverkehr einzubetten. Um den Austausch zu intensivieren und unsere Mitglieder über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, informieren wir in Form von Publikationen und in eigenen Veranstaltungen zum Thema oder halten externe Fachvorträge.

Radschnellwege - Projekte, Veranstaltungen und Publikationen

Machbarkeitsstudie

Radschnellweg Landkreis München

Der PV und das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen haben im Auftrag des Landkreises München zwei Streckenvarianten für einen Radschnellweg von München nach Unterschleißheim und nach Garching auf ihre Machbarkeit untersucht.

zum Abschlussbericht

Potenzialanalyse

Radschnellwege in der Region München

Im Auftrag der Landeshauptstadt München sowie der Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, München und Starnberg hat der PV 2015 eine Potenzialanalyse für Radschnellverbindungen in München und Umland erstellt.

zur analyse

Broschüre

Freie Fahrt! Radschnellwege für die Region München

Um das tägliche Verkehrsaufkommen zu bewältigen, setzt der PV neben dem Ausbau der klassischen Verkehrswege auf Radschnellwege. In einer Broschüre haben wir nun die wichtigsten dazu zusammengefasst.

Zur broschüre

Veranstaltung

Radverkehr in der Region München

In der PV-Veranstaltung im März 2017 ging es um aktuelle Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen im Radverkehr in der Region München. Im Vordergrund stand der Infrastrukturausbau, besonders der Radschnellwege.

zur veranstaltung

Veranstaltung

Radschnellwege in München und Umland - Es geht weiter

Auch in der Region München sollen Radschnellverbindungen gebaut werden. Der PV hat für die LH München und das Umland eine Potenzialanalyse für solche Radschnellwege erarbeitet und stellte diese auf einer Veranstaltung vor. Auch Beispiele aus Nürnberg und dem Ruhrgebiet wurden vorgestellt.

Zur veranstaltung

Weitere Informationen und Veranstaltungen zu Radschnellwegen

Zwischenergebnisse
Machbarkeitsstudie und Bürgerveranstaltungen

...mehr

Verkehrskonzept
Tangentiale Schnellradwege Landkreis München

...mehr

Pressekonferenz
E BIKE DAYS mit Innenminister Herrmann & PV

...mehr

Konferenz Dubai
PV goes international

...mehr

Handout
Radschnellverbindungen in der Region München

...mehr

PV-Verbandsversammlung
Fachthema: Radschnellwege in der Region München

...mehr

News zu Radschnellwegen

Der PV wächst weiter

17.11.2017

PV-Verbandsversammlung 2017: Beitritt Rottach-Egern, Fachthema: Radschnellwege

© Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV)


Die Mitglieder des Planungsverbands Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) haben auf ihrer Verbandsversammlung den Beitritt der Gemeinde Rottach-Egern (Landkreis Miesbach) beschlossen. Die Versammlung fand am 15. November 2017 in Eching im Landkreis Freising statt. Geschäftsführer Christian Breu ging in seinem Bericht auf das Wachstum und die kommunale Entwicklung in der Region München ein. Beim Fachthema drehte sich alles um die Radschnellwege in der Region München: Landrat Christoph Göbel, Landkreis München, Florian Paul, Radverkehrsbeauftragter der Landeshauptstadt München, und Mobilitätsexpertin Birgit Kastrup vom PV informierten über den aktuellen Status und künftige Planungen.

>> Einen Rückblick, die Vorträge zum Fachthema "Radschnellwege" sowie Bilder und die Pressemitteilung finden Sie hier.

Ansprechpartnerin zu Radschnellwegen

Birgit Kastrup
Dipl.-Ing., Stadtplanerin