Immobilienmarktbericht 
Wirtschaftsraum München 2026

Betrachtungszeitraum 2015 – 2025
Veröffentlicht: Juni 2026

Die Wohnungspreise kannten im Wirtschaftsraum Münchentooltip lange Zeit nur eine Richtung: Aufwärts! Während der Corona-Pandemie trat aufgrund einer quasi nicht mehr existenten Nachfrage eine erste Abkühlung ein. Es folgte die Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) als Reaktion auf die stark anziehende Inflation im Jahr 2022, als der Leitzins erstmalig seit vielen Jahren wieder in den positiven Bereich wechselte. In den darauffolgenden Monaten wurde er zügig auf bis zu vier Prozent festgelegt. Parallel dazu stiegen die Zinsen für Wohnungsbaukredite umfänglich an.

Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) hat die Entwicklung der Immobilien- und Mietpreise von 2015 bis 2025 im Wirtschaftsraum München analysiert und kommentiert.

Inhalt

  • 1 | Immobilienpreise 2025

  • 2 | Mietpreise 2025

  • 3 | Vergleich Miet- und Kaufpreise 2025 

  • 4 | Ausblick und Empfehlungen 

  • 5 | Quellenverzeichnis

  • 6 | Glossar

„In München und in der Region wurde der Nachholbedarf im Durchschnitt der letzten drei Jahre (2022,23,24) signifikant abgebaut. D.h. die Zahl der neu gebauten Wohnungen war größer als die Zahl der neu hinzugekommenen Privathaushalte. Ohne den Irankrieg hätte sich diese positive Entwicklung mutmaßlich fortgesetzt.“                                                                                                                                      

Dr. Reiner Braun, Diplom-Volkswirt, Vorstandsvorsitzender empirica AG, Geschäftsführer empirica region; Foto: empirica © Heidi Scherm

„Seit 2013 sind die Angebotsmieten in München um 66 % gestiegen und liegen heute rund 45 % über den Bestandsmieten – ein Hemmnis für Arbeitsmobilität und Wachstum. Kurzfristig ist keine Entspannung in Sicht. Umso wichtiger ist eine konsequente Ausweitung des Angebots.“                                                                                                                                                                                                                                                 

Prof. Dr. Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Innovationsökonomik und Digitale Transformation; Foto: © ifo Institut

„Dienstleistungen, zu denen etwa auch der IT-Sektor und viele wirtschaftsnahe Dienstleistungen gehören, entwickeln sich robust. Daher ist die wirtschaftliche Lage in Großstädten wie München deutlich besser als im Rest des Landes, und auch die Löhne steigen hier stärker. Verbunden mit einer nach wie vor zu geringen Wohnungsbautätigkeit treibt dies Mieten und auch Preise im Wohnungsmarkt.“

Prof. Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Themenclusters Internationale Wirtschaftspolitik, Finanz- und Immobilienmärkte Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

Zum räumlichen Umgriff: 
 
  • Wirtschaftsraum München → LH München + alle Landkreise, in denen der PV Mitgliedsgemeinden hat (Aichach-Friedberg, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, Miesbach, Mühldorf am Inn, Landkreis München, Neuburg-Schrobenhausen, Rosenheim, Starnberg, Traunstein, Weilheim-Schongau)
  • Region München → Planungsregion München (14): LH München + 8 PV-Mitgliedslandkreise (Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech, Landkreis München, Starnberg)

    Hinweis: Für einige Abbildungen haben wir für die Region München einen durchschnittlichen Angebotspreis beziehungsweise eine durchschnittliche Angebotsmiete berechnet. Diese Werte werden für jedes Berichtsjahr als gewichteter Durchschnitt der Kauf- und Mietpreise der Landeshauptstadt München und der Landkreise der Region München ermittelt. Dabei erfolgt die Gewichtung nach der Anzahl der Wohnungen in Wohngebäuden. Die durchschnittliche Kaufkraft der Region wird berechnet, indem die Kaufkraft aller Kommunen addiert und anschließend durch die Gesamtbevölkerung dieser Kommunen geteilt wird.

Zur Ausgangslage

Im Wirtschaftsraum Münchentooltip sanken die durchschnittlichen Quadratmeterpreise angebotener Wohnungen je nach Landkreis unterschiedlich stark. Nach einer langsamen, aber stetigen Erholungsphase befinden sie sich aktuell in einer Seitwärtsbewegung. Vor allem die Preise von Bestandswohnungen haben nachgelassen. Bei Neubauten war der Preisverfall weniger intensiv und die Preise steigen bereits seit längerer Zeit auch wieder moderat an, getrieben von kontinuierlich anziehenden Baukosten.

Für die Mieten, die weniger von Investitionsüberlegungen als vom Wachstum der Bevölkerung und dem demografischen Strukturwandel angetrieben werden, gab es keine Erholung. Im Gegenteil: Da die Nachfrage nicht nachlässt und das Wohnungsangebot, sprich der Neubau, aufgrund der oben beschriebenen höheren Kosten (Zinsen, Baupreise) seit der Corona-Pandemie nur in deutlich geringerem Ausmaß ausgeweitet wird, steigen die Angebotsmieten in allen Landkreisen und der Stadt München weiter, für Neubauten schneller als für ältere Wohnungen. Seit dem Wiederanstieg der Inflationsraten im Jahr 2021 haben die Menschen zeitweise leichte Kaufkraftverluste hinnehmen müssen, sodass die monatliche Belastung des Einkommens für (Neu-)Mieter durch die Miete für manche gewachsen ist.

Insgesamt zeigte der Wirtschaftsraum Münchentooltip Ende 2025 das folgende Bild: Ausgehend von der Stadt und dem Landkreis München mit den höchsten angebotenen Mieten und Wohnungspreisen gibt es nach außen hin ein Gefälle. Erkennbar sind ein „innerer Ring“ um München, der sich vor allem im Landkreis Miesbach in Richtung Alpen „beult“, und ein „äußerer Ring“, in dem Mieten und Kaufpreise zum Teil nur noch halb so hoch sind wie in der Landeshauptstadt. Allerdings erreichen die Steigerungsraten der Mieten und (in längerfristiger Betrachtung) auch die Preise für Wohnraum dort regelmäßig höhere Werte.

Zu den Inhalten

1 | Immobilienpreise 2025

Wie entwickeln sich die Boden-, Wohnungs- und Häuserpreise? Wie sieht es mit der Eigenheimerschwinglichkeit aus?

Zu den Immobilienpreisen 2025

2 | Mietpreise 2025

Wie gestalten sich die Angebotsmieten und Bestandsmieten? Wie entwickeln sich diese räumlich und zeitlich? Und wie stark fällt die Belastung der Haushaltseinkommen durch Miete aus?

Zu den Mietpreisen 2025

3 | Vergleich zwischen Miet- und Kaufpreisen 2025

Wie lässt sich die Frage „Kaufen oder Mieten“ heute am besten beantworten? Das zeigt eine Kalkulation anhand einer Modellwohnung.

Zum vergleich MIet- und Kaufpreise 2025

4 | Ausblick und Empfehlungen an die Kommunen

Wie werden sich das Wohnungsangebot und -nachfrage in Zukunft entwickeln? Und welche Handlungsempfehlungen ergeben sich daraus für Kommunen?

Zum Ausblick und Empfehlungen 2025

Ihr Kontakt zu den Daten

Daniel Gromotka
Dipl.-Kfm., Referent Raumentwicklung
Felix Reinwald
B.Eng. Kartographie/ Geomedientechnik; Statistik & Daten