Wie entwickelt sich der Bedarf an weiterführenden Schulen im Landkreis Starnberg? PV und SAGS aktualisieren Schulbedarfsplan
Im Auftrag des Landkreises Starnberg aktualisiert der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik (SAGS) den Schulbedarfsplan. Ausgangspunkt ist der Schulbedarfsplan von 2021, den die beiden Partner ebenfalls erstellt haben. Seither hat sich einiges getan. Damit die Starnbergerinnen und Starnberger ihre Bildungslandschaft vorausschauend weiterentwickeln können, bewertet der PV den aktuellen und künftigen Bedarf an weiterführenden Schulen, Schularten und Schulstandorten neu.
Zuzug und Geburtenrate entscheidend
Die Planerinnen und Planer untersuchen für jede Gemeinde des Landkreises wie viele Menschen voraussichtlich zu- oder wegziehen werden. Dabei berücksichtigen sie die lokale Siedlungsentwicklung: Gibt es Potenzialflächen für Wohnungsbau? Sind bereits Neubaugebiete geplant oder in Umsetzung? Mittels Fragebogen fließen hier die Antworten aller Gemeinden mit ein.
Die Geburten- und Sterberaten beeinflussen die Entwicklung der Bevölkerung und somit die Zahl der Schülerinnen und Schüler. In die Prognose fließen die altersabhängige Sterblichkeit und das Alter der Frauen ein. Daraus lässt sich dann die Wahrscheinlichkeit von Geburten statistisch zuverlässig ermitteln.
Neben der Bevölkerungsentwicklung ziehen die Fachleute weitere Aspekte in die Berechnungen mit ein:
- die Eröffnung des Gymnasiums in Herrsching zum Schuljahresbeginn 2025/2026
- die Schulbedarfsplanungen angrenzender Landkreise
- die Auswirkungen der Corona-Pandemie
- die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine
Krisen und Geburtenrückgang
Die vergangenen Jahre waren von verschiedenen Krisen und stark gestiegenen Baukosten geprägt. Dadurch wurden weniger Wohnungen fertiggestellt. Gleichzeitig ist die Zahl der Geburten zurückgegangen. Beide Entwicklungen wirken sich auf die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner und schließlich auf den Bedarf an Schulen aus.
Nächste Schritte
Noch in diesem Jahr schließt der PV seine Untersuchungen zur Siedlungsentwicklung und zur Entwicklung der Schülerzahlen ab und wertet die Ergebnisse anschließend aus. Im Sommer 2027 folgt der Endbericht. So erhält der Landkreis eine fundierte Grundlage, um das Schulnetz entsprechend anzupassen.
