Arbeitslose und Kurzarbeit

Datenstand: Januar 2021
Veröffentlicht: März 2021

Die Auswirkungen des zweiten Lockdowns ab November / Dezember 2020 zeigen sich nun auch bei den Arbeitslosenzahlen im Januar 2021. In der Region München waren rund 22.000 mehr Beschäftigte arbeitslos gemeldet im Vergleich zu den Vorjahresmonaten.

Die Zahlen zur Kurzarbeit stiegen im Frühjahr 2020 mit dem ersten Lockdown deutlich an und sanken erst zum Sommer hin wieder ab. Wir weisen hier die Daten zur realisierten Kurzarbeit aus, da die angezeigte Kurzarbeit lediglich eine monatliche Absichtserklärung der Betriebe ist. Die realisierte Kurzarbeit zeigt die tatsächliche Zahl der Personen an, die Kurzarbeitergeld beziehen.

Zahl der Arbeitslosen und Kurzarbeiter in der Region München 2021 im Vergleich zu 2019 und 2020

Mit dem Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld schuf die Bundesregierung  im März 2020 erleichterte Voraussetzungen für Unternehmen, Kurzarbeit zu beantragen und für Beschäftigte, Kurzarbeitergeld zu beziehen. Oberstes Ziel ist es, Arbeitsplätze zu erhalten und Kündigungen zu vermeiden.

Die Rechnung scheint bisher auch in der Region München aufzugehen. Die Zahl der Kurzarbeiter lag im April und Mai 2020 bei über 250.000. Das sind etwa ein Sechstel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SVB) in der Region München (SVB zum 30.06.2019 in der Region München: 1.498.980). Die Arbeitslosenquote ist jedoch 2020 kaum gestiegen und auch der Anstieg im Januar 2021 ist angesichts der wirtschaftlichen Lage vergleichsweise moderat.

Arbeitslosigkeit in der Region München 2021 im Vergleich zu 2019 und 2020

Die Zahl der Arbeitslosen sowie die Arbeitslosenquote liegen zwar im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 in allen Landkreisen der Region München sowie der Landeshauptstadt etwas höher, bewegen sich aber angesichts der konjunkturellen Lage noch auf geringem Niveau.

In den Sommermonaten war die Zahl der Arbeitslosen sowie die Arbeitslosenquote am höchsten. Im Herbst ist sie sogar wieder gesunken. Dabei liegt die Quote in der Landeshauptstadt München immer etwas höher als in den umliegenden Landkreisen. Die geringste Arbeitslosenquote verzeichnet durchweg der Landkreis Ebersberg.

Kurzarbeit in der Region München 2020

Die Arbeitslosenzahlen in der Region München bleiben relativ stabil, die Zahl der Kurzarbeiter stieg aber zwischenzeitlich stark an. Im April 2020 haben fast 256.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Zum Vergleich: ingesamt sind in der Region München etwa 1.500.000 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Die realisierte Kurzarbeit gibt Auskunft über die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeit. Die entsprechende Statistik basiert auf den Anträgen zur Abrechnung. Dabei wird ausgewiesen, für wie viele Personen in einem Kalendermonat Kurzarbeitergeld ausgezahlt wurde.

 

Seit dem letzten Jahr weist die Bundesagentur für Arbeit auch eine Kurzarbeiterquote aus. Die Kurzarbeiterquote wird als Anteil der Personen in Kurzarbeit an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten berechnet, weil nur sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer die persönlichen Voraussetzungen für einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld erfüllen.

Mit über 25 Prozent lag die Kurzarbeiterquote im April und Mai 2020 im Landkreis Erding am höchsten. Dazu trug vermutlich die Kurzarbeit am Flughafen München einen großen Teil bei.

Hinweis: Für den Monat Januar 2020 hat die Bundesagentur für Arbeit keine Zahlen veröffentlicht.