Überörtliche Verkehrsplanung
im Raum München Ost


Seit Ende 2016

Die Stadtbezirke und angrenzenden Gemeinden im Raum München Ost stehen vor ganz ähnlichen Herausforderungen wie die Kommunen im Norden der Region München. Auch hier stößt die Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur trotz Ausbaumaßahmen an ihre Grenzen. Die Bevölkerung ist durch Lärm und Schadstoffe stark belastet. Zudem sind größere Siedlungserweiterungen im Osten der Landeshauptstadt München und in den Gemeinden vorgesehen, die eine Erhöhung der Nachfrage nach Mobilität auslösen werden.

Seit Ende des Jahres 2016 sind die Gemeinden Anzing, Aschheim, Feldkirchen, Finsing, Forstinning, Haar, Kirchheim b. München, Markt Schwaben, Pliening, Poing, Vaterstetten sowie die Landeshauptstadt München mit den Stadtbezirken Bogenhausen (13) und Trudering-Riem (15) daher im Gespräch, um gemeinsam eine Strategie für zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der erhöhten Anforderungen an die Verkehrsangebote aufzustellen. Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) hat die Ausschreibung der Leistungen übernommen und berät die Kommunen fachlich.

Im März 2018 haben sich die elf Kommunen im Osten sowie die Stadt München darauf geeinigt, gemeinsam eine Verkehrsuntersuchung in Auftrag zu geben, die inzwischen von einem Planungskonsortium aus der Region München bearbeitet wurde.

Im Zuge der Untersuchung wurden zunächst Grundlagen in den Bereichen Mobilität, Siedlungsentwicklung und Freiraum ermittelt und darauf aufbauend eine Stärken- und Schwächenanalyse (SWOT) erstellt. Das entsprach Stufe 1 der überörtlichen Verkehrsplanung im Raum München Ost. Darauf aufbauend wurden im weiteren Projektverlauf Entwicklungsziele, ein übergreifendes Raumkonzept und Maßnahmenvorschläge erarbeitet (Stufe 2).

Im Herbst geht's weiter

In Abstimmung mit allen am Projekt beteiligten Gemeinden und Stadtbezirken wurde eine Abschlusserklärung verfasst. Diese Erklärung wird nun von jeder am Prozess beteiligten Kommune im Gemeinderat beziehungsweise Stadtrat behandelt.  Der Haarer Gemeinderat hat sich beispielsweise schon zur Kooperation einstimmig bekannt. Auf einer weiteren Konferenz im Herbst 2020 wollen sich alle Projektpartner auf die weiteren Schritte sowie die Form der künftigen Zusammenarbeit verständigen.