Bebauungsplan Wohnquartier
Neubiberg

mit Grünordnung
 

 

Frühjahr 2015 bis Sommer 2024

Die Gemeinde Neubiberg entwickelte mit dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) und einem privaten Grundstückseigentümer ein neues Wohnquartier am Rathausplatz. Im Herzen der Gemeinde entstanden 13 Wohnhäuser mit 23 Wohnungen. Das bestehende Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) blieb erhalten, damit Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin wohnortnah ärztliche Dienstleistungen nutzen können.

Auf dem Weg zum neuen Quartier

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan umfasst eine Wohnbaufläche, ein Sondergebiet für das MVZ sowie die südlich angrenzenden Verkehrsflächen der Straße „Rathausplatz“. Die Entwurfsplanung erstellte das Architekturbüro Kontektum, wobei der PV am Planungsprozess mitwirkte. Die Gemeinde stellte den Plan im beschleunigten Verfahren der Innenentwicklung auf, ohne Umweltprüfung oder Umweltbericht. Das Besondere: Zum Plangebiet gehören sowohl gemeindeeigene Flächen als auch ein Privatgrundstück.

Ziele der Planung: 
  • Wohnraum schaffen
  • Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) weiterbetreiben
  • Maßvoll nachverdichten und damit geringe Versiegelung
  • Baumbestand möglichst erhalten
  • grünen Charakter des Rathausangers erhalten

Grünes Wohnen direkt am Rathausplatz

Die jetzige Anordnung der Wohngebäude ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Architekturbüro und PV. Die PV-Planerinnen und -Planer setzten sich dafür ein, dass die Ziele der Gemeinde berücksichtigt wurden, während das Architekten-Team die Gebäude positionierte. So entstand eine Planung, die den Gartenstadtcharakter Neubibergs erhält. Im südlichen Teil des Plangebiets musste das ehemalige Kinderheim Emmy-Fischer-Gierl weichen, um Platz für die Bebauung freizugeben.

Zwei Tiefgaragen für Wohngebäude und MVZ schaffen ausreichend Stellplätze, ohne das Ortsbild mit parkenden Kraftfahrzeugen zu belasten. Die Gebäudearchitektur orientiert sich bei Dachformen, Gebäudehöhen und Abständen am Charakter des Quartiers.

Grünordnung sichert Baumbestand

Großzügige Grünflächen bleiben erhalten, ebenso viele der alten Bäume. Der Schutz des Baumbestands war Gemeinde und Bürgerschaft ein zentrales Anliegen. Unter der Leitung von Landschaftsarchitektin Margarethe Waubke erfasste und untersuchte ein Team detailliert den Bestand. In der Grünordnung ist nun festgesetzt, dass möglichst viele Bäume stehen bleiben und gefällte Exemplare durch Neupflanzungen ersetzt werden. Auch die bepflanzte Tiefgarage stärkt das grüne, lebendige Umfeld.

Der Klimaschutz spielte eine zentrale Rolle: Die Neubauten entstanden im Innenbereich – ohne zusätzliche Versiegelung am Ortsrand. Kurze Wege zu ÖPNV, Einkaufsmöglichkeiten und Schule sowie ein möglicher Anschluss an die Fernwärme reduzieren den CO2-Ausstoß deutlich. 

Neubiberg bleibt Gartenstadt

Mit dem durchdachten Quartier gewinnt die Gemeinde modernen Wohnraum und behält den grünen Charakter am Rathausanger. Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren von der hervorragenden Infrastruktur: MVZ, S-Bahnhof, Grundschule und Bibliothek liegen direkt vor der Haustür. Gleichzeitig können alle weiterhin den alten Baumbestand genießen.

Bildergalerie: Rathausplatz Vorher & Nachher

kleine Straße, links Park Rathaus mit Park Bäume Wiese, Parkbank und Bäume, im Hintergrund Rathaus Neubauten in der Mitte Wiese mit Bäumen Neubau und hohe Nadelbäume Neubau und Baum Neubau und Bäume Baum zwischen zwei Neubauten Gepflasterter Gehweg, links und rechts Wiese und Bäume

Ihr Kontakt

Marc Wißmann
Dipl.-Ing. (TU), Geschäftsführer
Victoria Salazar
M.Sc. Regional Development Planning, Dipl.-Ing. (TU) Architektur