Tourismus

Datenstand: Dezember 2020
Veröffentlicht: Februar 2021

Reisebeschränkungen, Beherbergungsverbote, Lockdown – die Tourismusbranche ist von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Die meisten Hotels, Pensionen und Freizeiteinrichtungen blieben leer. Wir haben die Zahlen für die gesamte Region München zusammengestellt sowie für die einzelnen Landkreise im Vergleich zum Vorjahr.

Gästeübernachtungen in der Region München 2020 im Vergleich zu 2019

Ein Vergleich mit dem Vorjahr zeigt, dass sich die Zahlen der Gästeübernachtungen bis kurz vor dem ersten Lockdown im März 2020 noch genauso entwickelten wie 2019 – sogar leicht darüber lagen. Der Einbruch erfolgte im März. Auch im Sommer, der durch verstärkten Inlandstourismus den Ausgleich zu den Frühjahrszahlen bringen sollte, übernachteten nur halb so viel Gäste in der Region München wie im Vorjahr.

In den südlichen Landkreisen wird der Einbruch bei den Übernachtungszahlen besonders deutlich. Im Vergleich zu 2019 verzeichnete beispielsweise der Landkreis Miesbach im April 2020 gerade mal fünf Prozent der Gästeübernachtungen, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen waren es neun Prozent.  Und auch in der Landeshauptstadt München übernachtete mit knapp neun Prozent im April nur ein Bruchteil der Gäste im Vergleich zum April 2019.

Gästeübernachtungen nach Landkreisen 2020

Gästeübernachtungen nach Landkreisen 2020 im Vergleich zu 2019 in %

Hinweis zur Datenqualität des Bayerischen Landesamts für Statistik

Aufgrund der Corona-Krise sind viele Auskunftspflichtige außerordentlich belastet. Dennoch ist gerade in der derzeitigen Situation der Bedarf an aktuellen Zahlen hoch, um Auswirkungen zu erkennen und Entscheidungen zur Krisenbewältigung zu treffen. Das Bayerische Landesamt für Statistik führt daher die Erhebungen wie gesetzlich vorgeschrieben durch, berücksichtigt aber die Belastungen der Meldepflichtigen in der Krise und verzichtet auf die Durchsetzung der Auskunftspflicht.

Dies hat zur Folge, dass im Rahmen der Erhebung teilweise Merkmale nicht wie gewohnt gesichert erfasst werden können. So können zum Beispiel Betriebsschließungen unbekannt sein oder Ungewissheit über den Umfang der Arbeitseinschränkungen bestehen. Die amtliche Statistik hat für solche Antwortausfälle Schätzungen vorgenommen. Dies wirkt sich allerdings auf die Qualität der Ergebnisse aus.