Umstellung auf UTM

21.02.2019

Das Koordinatensystem UTM löst Gauß Krüger (GK) bei Geodaten ab

© Thomas-Max-Mueller, www.pixelio.de


Die Ortsplanung und Regionalentwicklung im Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) erzeugt Geodaten und arbeitet mit ihnen. Geodaten sind digitale Informationen, denen auf der Erde genau ein Ort zugewiesen ist. Dieser Ort wird über Koordinaten festgelegt und über eine Projektion von der dreidimensionalen Erde auf eine Karte übertragen. International werden verschiedene Koordinatensysteme und Projektionen genutzt, so auch in der bis 1989 geteilten Bundesrepublik. Nach der Wiedervereinigung hat der Gesetzgeber entschieden, für ganz Deutschland die Berechnung von Geodaten zu vereinheitlichen. Genutzt werden soll als Koordinatensystem UTM (Universal Transverse Mercator) und als Projektion ETRS89 (Europäisches Terrestrisches Referenzsystem 1989).

Bayern hat als letztes Bundesland nun diese beiden Standards zum Jahreswechsel 2018/2019 eingeführt und das bisher genutzte Gauß-Krüger-Koordinatenystem (GK) abgelöst. Die Bayerische Vermessungsverwaltung hat mithilfe hochkomplexer Umrechnungen alle Daten aus dem Amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS) in UTM umgerechnet. Seitdem erhält der PV zu den bekannten GK-Geodaten ebenfalls UTM-Geodaten, ab 2020 jedoch nur noch UTM-Geodaten. Diese Standards sind auch europaweit und international verbreitet, sodass ein Austausch von Geodaten innerhalb von und über Grenzen hinweg immer einfacher wird.

Was bedeutet das für die Arbeit des PV?

Alle, die mit Geodaten arbeiten, also auch die Planer des PV, müssen beachten, dass Daten aus unterschiedlichen Quellen in unterschiedlichen Projektionen vorliegen können. Wenn die Daten zusammengeführt werden, kann dies Lagefehler verursachen, beispielsweise in der Bauleitplanung.

Der PV kann seinen Mitgliedern Daten zur Bauleitplanung sowohl im Gauß-Krüger- als auch im UTM-System liefern. Entscheidend ist, ob die Mitglieder ihre eigenen Geodaten bereits auf UTM umgestellt haben oder noch nicht. Der PV ist daher im engen Austausch mit seinen Mitgliedern, damit die Umstellung des Koordinatensystems möglichst reibungslos verläuft. Das Nebeneinander beider Systeme wird sicherlich noch einige Jahre andauern, da abgeschlossene Projekte nicht zwingend auf das UTM-System umgerechnet werden müssen, durchaus aber bei neueren Projekten hinzugezogen werden können.

Kontakt & Informationen

Als Ansprechpartner stehen Ihnen im PV Monika Knauf sowie Robert Triebel gerne zur Verfügung.