Lieblingsorte, Konfliktpunkte und Wünsche der Aschheimer

30.01.2020

Interaktive Karte verortet Ergebnisse der Online-Beteiligung zur FNP-Neuaufstellung

© Gemeinde Aschheim


Mögliche Entwicklung neuer Wohngebiete in Aschheim © Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV); Geobasisdaten © Bayerische Vermessungsverwaltung


Verkehr, Ergebnisse der Online-Umfrage zur FNP-Neuaufstellung Gemeinde Aschheim © Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV)


Die Gemeinde Aschheim stellt mit dem Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) einen Flächennutzungsplan (FNP) mit integriertem Landschaftsplan neu auf. Die Aschheimer Bürgerinnen und Bürger konnten hierzu im Vorfeld ihre Vorschläge und Kritikpunkte online abgeben und auf einer interaktiven Karte markieren. Die Themen gehen von A wie Arbeit und Versorgung über Freizeit- und Kulturangebote, Wohnen sowie Verkehr bis hin zu Z wie Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, denn einige Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam mit anderen Gemeinden lösen.

Insgesamt beteiligten sich 613 Personen an der Online-Umfrage. Der Großteil der Teilnehmer war zwischen 35 und 64 Jahre alt und berufstätig. Es haben fast gleich viele Männer und Frauen an der Online-Umfrage teilgenommen.

Dauerbaustelle Bahnhof vs. Helenental

Es kristallisierten sich zwei Konfliktherde heraus: Im Hauptort Aschheim monierten die Einwohner die Verkehrsbelastung in der Ortsmitte sowie die Schließung kleiner Läden und einen fehlenden Dorfplatz. Im Ortsteil Dornach standen die Dauerbaustelle S-Bahnhof Riem und der ungepflegte Zustand des Bahnhofareals im Vordergrund.

Befragt nach ihren Lieblingsplätzen, schätzen die Aschheimer vor allem ihre Naherholungsgebiete wie den Heimstettener See, das Helenental und den Erholungspark Südwest. Im Ortsteil Dornach lieben sie den zentral gelegenen Spielplatz sowie das Ortszentrum mit seinem Maibaum.

Klimagerechte & flächensparende Siedlungsentwicklung

Was Siedlungsentwicklung und Wohnen betrifft, stehen die Aschheimer Einwohner einem moderaten Wachstum von etwa einem Prozent offen gegenüber. Allerdings darf die Umgebungsqualität darunter nicht leiden: So möchten sie ihre innerörtlichen Frei- und Erholungsflächen erhalten. Zudem legen sie Wert auf eine klimagerechte Siedlungsentwicklung sowie eine innovative, flächensparende Wohnungsbauweise und die Integration unterschiedlicher Wohnformen. Neue Wohngebiete sehen die Bürger eher am südlichen und westlichen Ortsrand, weg von der Autobahn. Dort sollen ebenfalls die Natur- und Erholungsgebiete ausgebaut werden.

S-Bahnhaltestelle notwendig

Mehr Wohngebiete bringen mehr Verkehr mit sich. Die Teilnehmer der Umfrage fordern eine Reduzierung der Verkehrsbelastung. Dabei ist es ihnen wichtig, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und das Radwegenetz auszubauen. An erster Stelle beim Ausbau des ÖPNV steht ein eigener S-Bahnhaltepunkt für Aschheim und / oder eine eigene Straßenbahnhaltestelle.

Die Lärmbelastung durch die Autobahn A99 ist sehr stark. So wünschen sich die Teilnehmer hier einen besseren Lärmschutz.

Nein zu neuen Gewerbegebieten

Bei der Abfrage der Zielvorstellungen hinsichtlich Arbeit und Versorgung erteilten die Befragten der Ausweisung neuer Gewerbegebiete eine Absage. Sie plädieren stattdessen dafür, den Flächenverbrauch zu reduzieren und bestehende Gebiete nachzuverdichten.

Interaktive Karte & Broschüre

Die PV-Planer stellten die Ergebnisse dem Gemeinderat im Dezember in einer öffentlichen Sitzung vor. Die detaillierte Auswertung steht nun ebenfalls auf der PV-Website bereit – in Form einer umfassenden Broschüre und einer interaktiven Karte.

Zu den Ergebnissen