Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplans mit landschaftsplanerischem Fachbeitrag

Aufgrund ihrer attraktiven Lage in der Metropolregion München entwickelt sich auch die Gemeinde Penzing im Spannungsfeld zwischen anhaltendem Wachstum, einer zunehmend starken Wohnungsnachfrage und dem Ziel der Bewahrung einer hohen Lebensqualität in einem grünen und ländlich geprägten Umfeld. Durch die naturräumlichen Gegebenheiten konzentriert sich die Entwicklung insbesondere auf den Hauptort Penzing und die größeren Nebenorte. Dies entspricht dem städtebaulichen Leitbild der Innenentwicklung, welche auch künftig ein tragendes Element für die Vereinbarkeit der Ortsentwicklung mit den Zielen zum Klimaschutz sein wird.

Interkommunale Zusammenarbeit

Den Schwerpunkt des Flächennutzungsplanes bildet zweifellos die Zieldiskussion um die Konversion des Fliegerhorstes Penzing und die dadurch entstehenden Chancen für die künftige Ortsentwicklung. Hier ist insbesondere die neu aufgelegte Verbilligungsrichtlinie des Bundes zu nennen, die als VerbR 2018 am 27. September 2018 in Kraft gesetzt wurde. Sie reduziert den Kaufpreis für ehemalige Bundeswehrflächen grob wie folgt: je mehr Sozialwohnungen auf Konversionsflächen realisiert werden, desto günstiger kann die Gemeinde den Baugrund erwerben.

Durch die engen Verflechtungen mit der Stadt Landsberg am Lech hat dieser Entwicklungsprozess auch eine herausragende Bedeutung für die kommunale Zusammenarbeit im Landkreis Landsberg am Lech. Der FNP ist die geeignete Plattform, um in einen interkommunalen Abstimmungsprozess zu treten. Viele Aufgaben und Themen wie eben die Fliegerhorst-Konversion, aber auch Öffentlicher Nahverkehr, Gewerbe- und Freiraumentwicklung oder Klimaschutz lassen sich interkommunal am besten lösen.

PV erstellt Flächennutzungsplan

Im Frühjahr 2019 sollen im Rahmen einer Gemeinderatsklausur die  Zielvorstellungen für die langfristige Gemeindeentwicklung in einzelnen Themenbereichen (z.B. Wohnen, Gewerbe, Freiraum) auf Grundlage der aktualisierten Bestandsanalyse und evaluierten Leitbilder sowie Standortpässen erarbeitet werden. Diese Zielvorstellungen dienen als Wegweiser für den neuen Flächennutzungsplan.

Landschaftsplanerischer Fachbeitrag

Die Impulse, Ziele und Anregungen der verschiedenen Fachplanungen sollen außerdem in einem landschaftsplanerischen Konzept gebündelt werden. Dabei werden die Belange von Natur und Umwelt abgewogen mit anderen Belangen, wie etwa der Siedlungsentwicklung oder der Landwirtschaft.

Der Landschaftsplanerische Fachbeitrag versteht sich als Entscheidungshilfe für die Gemeinde, auf welchen Flächen Maßnahmen der Landschaftspflege und des Naturschutzes sinnvollerweise umgesetzt werden und auf welchen Flächen nicht, wenn beispielsweise landwirtschaftliche Belange überwiegen. Darüber hinaus stellt der landschaftsplanerische Fachbeitrag eine Bereicherung des Flächennutzungsplans dar, indem er vorhandenen Werten der Bodennutzung einen weiteren, naturschutzfachlichen Wert hinzufügt, der bei Bedarf abgerufen werden kann. Dabei stehen immer der gesetzliche Auftrag, die übergeordneten raumplanerischen Ziele und Fördermöglichkeiten im Blick. Daneben finden aktuelle rechtliche Vorgaben (z.B. Artenschutz) und übergeordnete Ziele (z.B. Klimaschutz und klimatischer Ausgleich) sowie aktuelle Themen der Landschaftsplanung (z.B. Insektensterben) Eingang in das Fachkonzept.