Verkehrskonzept

Raum München Nord


Seit Februar 2015; Update Juli 2019

Die Landkreise Dachau, Freising und München sowie 31 Landkreiskommunen und die Landeshauptstadt München mit fünf Stadtbezirken haben sich im April 2017 zusammengeschlossen, um ein Zielkonzept für die Verkehrs-, Siedlungs- und Landschaftsentwicklung für den Raum München Nord im Jahre 2030 zu erarbeiten. Der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) berät die Beteiligten fachlich und konzeptionell und führte im zweiten Halbjahr 2017 ein VgV-Verfahren zur Vergabe der Planungsleistungen durch.

Gutachter stellen vier Szenarien vor

Im Rahmen des Projektes werden bestehende Planungen für die Bereiche Freiraum, Mobilität und Siedlung umfassend analysiert und unterschiedliche Szenarien entwickelt. Nach einer Bestandsanalyse präsentierte ein interdisziplinäres Gutachterteam den Landräten, Bürgermeistern und Mitglieder der Münchner Bezirksausschüsse vier verschiedene Szenarien und deren Wirkung anlässlich eines Workshops im Juni 2019. Das Gutachterteam besteht aus Verkehrs- und Stadtplanern, Architekten, Landschaftsarchitekten sowie Moderatoren. Die Szenarien unterscheiden sich hinsichtlich der Wahl der Verkehrsmittel (Modal-Split).

Vorzugsszenario & Maßnahmen

Die Teilnehmer des Workshops diskutierten intensiv die verschiedenen Szenarien und deren jeweiligen Maßnahmen. Die Beteiligten entscheiden sich für das Szenario mit dem höchsten Anteil an öffentlichem Verkehr (28 Prozent) und Radverkehr (20 Prozent). Der motorisierte Individualverkehr beträgt dabei immer noch 52 Prozent. Das Vorzugszenario bildet nun die Grundlage für das integrierte Entwicklungskonzept, das konkrete Zukunftsmaßnahmen und Projekte enthalten wird. So stehen in einem nächsten Workshop im September 2019 die kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen sowie deren Umsetzung auf der Agenda. Das Projekt wird im Oktober 2019 abgeschlossen.

Ausgangssituation & Finanzierung

Ausschlaggebend für den Zusammenschluss der Kommunen waren das starke Arbeitsplatz- und Bevölkerungswachstum, die rasante Zunahme des Verkehrs sowie die Notwendigkeit, diese Herausforderungen im Raum München Nord gemeinsam anzugehen. Vorangegangen waren bereits zwei Verkehrskonferenzen in Dachau und in Karlsfeld, in denen die beteiligten Kommunen Ziele und Inhalte der gemeinsamen Arbeit abgesteckt haben.

Die Landeshauptstadt München, die drei beteiligten Landkreise und das bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bauen und Verkehr finanzieren die die Erstellung des Konzeptes sowie die Durchführung des Prozesses. Die Konsortialführung liegt beim
Landkreis Dachau.