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Der
Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München wurde 1950 von 38
Städten und Gemeinden, der Landeshauptstadt München und 4 Landkreisen
als kommunaler Zweckverband gegründet. Seither ist der Verband stetig
angewachsen. Er besteht derzeit aus 145 Städten und Gemeinden, neben
der Region Oberland überwiegend in der Region München gelegen, der
Landeshauptstadt München und 8 Landkreisen der Region München.
Schon 1950 hatten eine Reihe von Kommunen erkannt, dass der wachsende Lebensraum nur dann auch lebenswert bleibt, wenn er sich „geordnet" entwickelt. Dem Verband wurde die Aufgabe übertragen, die bauleitplanerischen Aktivitäten abstimmend zu koordinieren und die notwendigen Plangrundlagen zu erstellen. Bei Wahrung der Planungshoheit wurden somit schon sehr früh die ersten kommunalen Aufgaben in Auftrag gegeben. Mit Einführung der Bayerischen Landes- und Regionalplanung und der Gründung der Regionalen Planungsverbände Anfang der 70er Jahre, entschieden sich die Mitglieder mehrheitlich dafür, den freiwilligen Verband beizubehalten: einerseits sollten das „Gegenstromprinzip" (Berücksichtigung der kommunalen Interessen gegenüber den staatlichen) gewahrt bleiben, andererseits gab es für Kommunen wichtige, sich mit der Zeit wandelnde Aufgaben und Aktivitäten, die von der gesetzlich eingerichteten Regionalplanung nicht geleistet werden konnten.
Insbesondere in Zeiten freiwilliger Selbstorganisation und Aktivierung endogener Pozentiale („governance") kann der Verband mit seiner Geschäftsstelle wichtige freiwillige Aufgaben und Aktivitäten übernehmen.
Neutralität und Partnerschaft als Kooperationsprinzipien
Ihrem Auftrag gemäß berät die Geschäftsstelle ihre Mitglieder in allen Fragen ihrer Entwicklung. Sie übernimmt dazu alle Arten von Planungsaufgaben, insbesondere die der Bauleitplanung, und versucht einen Ausgleich zwischen überörtlichen und örtlichen Interessen herzustellen. Dies kann nur gemeinsam gelingen. Wichtige Kooperationsprinzipien des Verbands sind deshalb Neutralität, Partnerschaft und Freiwilligkeit.
Kontinuität und Kompetenz als Planungs- und Beratungsprinzipien
Die Geschäftsstelle versteht sich als seine Mitglieder betreuender Dienstleister und Vermittler; ihre „Produkte" sind Pläne, Konzepte und Gutachten, Beratungs- und Koordinationsleistungen sowie Informationsdienste. Zwar haben sich manche Schwerpunkte planerischer Arbeit seit Gründung des Verbands verschoben: neben den Planinhalten erlangen heute informelle Planungen, integrierte Konzepte und die Steuerung und Moderation von (Planungs-)Prozessen zunehmende Bedeutung. Aufgrund seiner Kompetenz betreut der Verband auch Referendare und Praktikanten.
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